Es war ein Experiment – und am Ende eine Bereicherung für Besucher, Schüler und Organisatoren gleichermaßen!
Dieses Wochenende ist landesweit der Tag des offenen Denkmals und die Bismarckschule hat zum ersten Mal teilgenommen.
Über 200 Interessierte ließen sich von unseren angehenden Abiturienten durch den Altbau führen. Die hatten sich eingearbeitet und erläuterten die spannende Geschichte der Schule seit ihrer Entstehung im Jahr 1906. Außerdem sorgten sie mit einem schwungvollen Jazz-Ensemble, Knabbereien, Getränken und dem Verkauf von Schulpullis für einen wunderbaren Rahmen der Veranstaltung – die Aula brummte!
Gegründet als Reformgymnasium, Lazarett von 1939 bis 1949 und reine Jungenschule bis 1973 ist diese Geschichte ebenso bewegt wie bewegend. Vor allem offenkundige Schätze wie die beiden Denkmäler für die Gefallenen des 1. und 2. Weltkriegs im Foyer der Aula zogen uns alle in den Bann, aber auch die Historie der Aula selbst. Ursprünglich für 1.000 Menschen ausgelegt finden sich hier wie auch an den erhaltenen Eingangsportalen des Gebäudes und der Fassade zahlreiche Spuren einer die Kaiserzeit spiegelnden architektonischen Großzügigkeit. Ganz zu schweigen von der Besonderheit einer Sternwarte mit originalem Teleskop und eines Planetariums.
Vorausgegangen waren diesem Tag einige Monate Vorbereitung. Schon im Frühjahr arbeitete die Schule, vor allem Frau Klimpt als kommissarische Fachobfrau Kunst, eng mit Frau Warnecke vom städtischen Fachbereich Denkmalschutz zusammen. Es entstand eine Arbeitsgruppe im Rahmen der UNESCO-Projekttage und in den letzten Wochen bereiteten mehrere Kunst-Lerngruppen von Frau Klimpt eine kleine Ausstellung für den Denkmal-Tag vor. Den historischen Überblick darin verdanken wir Frau Hofmeister und zahlreiche Details unserem ehemaligen Kollegen Dr. Rümelin.
Wir konnten so gar nicht einschätzen, ob und wie viele Menschen kommen würden. Umso mehr haben wir uns gefreut, dass das öffentliche Interesse so groß war und die ersten Besucher schon eine halbe Stunde vor Beginn eintrafen. Und am Ende haben wir selbst auch etliches dazugelernt – es bleibt halt eine Schule 😉












