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Erasmus+- Auslandsaufenthalt in Irland

Mein Auslandsaufenthalt in Irland war eine großartige Erfahrung, die mich sowohl persönlich als auch sprachlich weitergebracht hat. Besonders die erste Woche, die sogenannte „Induction Week“, hat den Einstieg erleichtert. Durch verschiedene Kennenlernspiele und gemeinsame Aktivitäten konnte man schnell Kontakte knüpfen und sich in die neue Umgebung einleben.

Eine der größten Umstellungen war für mich das Leben im Internat. Zum ersten Mal habe ich mein Zimmer mit mehreren anderen Schülern geteilt. In meinem Fall waren das drei Iren, ein Spanier und ein Chinese. Trotz der unterschiedlichen Hintergründe haben wir uns von Anfang an sehr gut verstanden. Insgesamt leben etwa 250 Schülerinnen und Schüler im Internat, darunter rund 100 internationale Boarder. Zusammen mit etwa 500 Tagesschülern entsteht dadurch eine sehr internationale und offene Gemeinschaft.

Auch das Schulleben unterschied sich in einigen Punkten von dem in Deutschland. Das Tragen einer Schuluniform war zunächst ungewohnt – schließlich geht man nicht jeden Tag im Hemd, mit Krawatte und Sakko zur Schule. Außerdem waren die Schultage etwas länger als ich es gewohnt war.

Ein besonderer Teil meines Aufenthalts war die Teilnahme am sogenannten Transition Year. Anders als in einem klassischen Schuljahr standen hier viele Workshops, Aktivitäten und Ausflüge auf dem Programm. Dadurch war der Schulalltag sehr abwechslungsreich und bot viele Möglichkeiten, neue Erfahrungen zu sammeln. Zu den Highlights gehörten eine Fahrstunde auf dem Schulgelände sowie eine mehrtägige Reise nach Italien. Gemeinsam besuchten wir Venedig, Mailand und Verona und verbrachten dort eine unvergessliche Zeit. Das Transition Year hat meinen Auslandsaufenthalt um viele besondere Erlebnisse bereichert und war definitiv eines der Highlights meines Jahres in Irland.

Besonders viel Spaß hatte ich beim Rugby, einer der beliebtesten Sportarten Irlands. Obwohl der Sport für mich neu war, habe ich schnell Gefallen daran gefunden. Darüber hinaus hatte ich die Möglichkeit, das Cambridge Certificate abzulegen und damit ein international anerkanntes Englischzertifikat zu erwerben.

Rückblickend war das Auslandsjahr eine sehr wertvolle Erfahrung. Neben der Verbesserung meiner Englischkenntnisse habe ich viele neue Menschen kennengelernt, Einblicke in eine andere Kultur gewonnen und gelernt, mich in einer neuen Umgebung zurechtzufinden. Ich würde jedem empfehlen, ein Auslandsjahr zu machen – besonders an einem Internat, da man dort das Land, die Sprache und die Kultur noch intensiver erlebt.

Julius Müller-Seis