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Silberne, goldene und andere Abiturienten

Über 60 ehemalige Bismarckschüler feierten am Freitagnachmittag ein Jubiläum ihres Abiturjahrgangs, darunter allein 50 Herren, die 1976 ihr Reifezeugnis erhielten. Ein gutes Drittel war eigens dafür nach Hannover gereist und in letzter Minute schaffte es auch ein Ehemaliger, dessen Flugzeug aus Südfrankreich unter erheblicher Verspätung litt. Die Abi-Jahrgänge 1991 und 2006 waren ebenfalls vertreten.

Eine besondere Ehre war die Teilnahme eines ehemaligen Klassenlehrers, der von 1965 bis zu seiner Pensionierung 1999 an der Bismarckschule arbeitete.

Am Freitag zuvor waren bereits 30 Silber-Abiturienten zu Besuch gekommen, um sich wiederzusehen und Lebensläufe auszutauschen: Mehrere Ehemalige sind über ihre Ehepartner eine echte Familie geworden, bei anderen blieb das Bild einer großen Familie eher metaphorisch. Dementsprechend hatten sich die einen erst kürzlich auf einer Familienfeier gesehen und für andere war dies das erste Wiedersehen überhaupt seit dem Abitur vor 25 oder sogar 50 Jahren.

Es war erst das zweite Mal, dass wir Alumni auf diese Weise eingeladen haben. Das Format erweist sich als stimmig und bietet viel Raum für Austausch. Vor allem die Anekoten der Gold-Abiturienten führten eindrücklich vor Augen, wie einiges heute kaum vorstellbar wäre.

Wie zum Beispiel der Abiturient 1976, der am Tag der Abi-Klausur eine kleine Handbibliothek von Philosophiebüchern im alten Mercedes an der Schule parkte, um eine ausgiebige Toilettenpause für die Auffrischung seines Erinnerungsvermögens zu nutzen….

Offenbar konnte man damals an der Größe des menschlichen Knäuels um den Zigarettenautomaten für Schüler schon von weitem ablesen, dass er schon wieder leer war. Umso voller war dann dafür das Schüler-Raucherzimmer dahinter.

Schlüsselwerfende Lateinlehrer, der Klassenbeste, der früher schon immer – und heute noch – einen Kommentar oder eine Frage loswerden musste, ein ganz besonderer Sportlehrer und der immer gleiche Geruch des Chemieraums – all diese Erinnerungen waren vor allem im Altbau auf einmal wieder präsent, viele rutschten unversehens in ihre Rolle von früher und das Spektrum der Stimmungen reichte von fröhlich-überschwänglich bis emotional.

Für einen angemessenen Rahmen sorgte der 12. Jahrgang mit Kaffee, Kuchen und Live-Musik. Die Silber-Jubilare wurden von der Tochter eines Teilnehmers durch die Schule geführt, und bei den ‚Goldis‘ wird im Sommer die Großnichte eines Teilnehmers eingeschult.

Schön, wenn die Verbundenheit mit der Bismarckschule so lebendig ist!