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Zwei Monate in Norwegen – mein Erasmus+ Austausch

Im Rahmen eines zweimonatigen Schüleraustauschs mit Erasmus+ hatte ich Anfang dieses Jahres die Möglichkeit, Norwegen kennenzulernen und dabei wertvolle Eindrücke zu sammeln.

Angereist bin ich von Hamburg mit dem Nachtzug bis Göteborg, dann weiter mit einem Regionalzug bis Oslo, wo mich mein Austauschschüler Sebastian und seine Mutter herzlich empfangen haben und mit mir zu ihrem Zuhause nach Nittedal, nördlich von Oslo, gefahren sind.
Meine Gastfamilie hat mich von Anfang an sehr offen aufgenommen und ich habe mich schnell wohlgefühlt. 

Bereits am zweiten Tag ging es für mich zusammen mit Sebastian zur Lillestrøm videregående skole in der nahegelegenen Stadt Lillestrøm.

Ich habe mich in meiner Klasse von Anfang an willkommen gefühlt. Obwohl ich vor meinem Austausch schon etwas Norwegisch gelernt hatte, konnte ich im Unterricht anfangs noch nicht so viel verstehen, aber meine Klassenkameraden haben mich unterstützt und schon nach wenigen Wochen konnte ich dem Unterricht besser folgen. Anders als in Deutschland werden in Norwegen alle Lehrer:innen mit Vornamen angesprochen, was das Miteinander spürbar lockerer und persönlicher gemacht hat. 

Die Pausen habe ich meist mit meinen Klassenkameraden beim Tischtennis- oder Kartenspielen verbracht. Neben dem klassischen Unterricht gab es auch einige spannende Aktionen, wie einen Debattiertag (Debattdag), den man sich ähnlich wie Jugend debattiert vorstellen kann, und Lillestortinget, einem Schülerparlament mit politischen Debatten und Abstimmungen.

Neben der Schule habe ich auch mit meiner Gastfamilie einiges unternommen.  Sie haben mir Skilanglauf beigebracht, was für viele Norweger zum Alltag dazugehört. Außerdem ist meine Gastfamilie in den Winterferien mit mir nach Geilo gefahren, wo ich Alpinski ausprobieren konnte.
Einmal pro Woche hat mich Sebastian auch zu seinem Musikkorps (einer Jugendblaskapelle) mitgenommen, wo ich sogar mitspielen durfte. 

Die zwei Monate in Norwegen waren leider viel zu schnell vorbei und ich wäre gern noch länger geblieben. Aber ich durfte eine Menge Erfahrungen sammeln und Freundschaften schließen. Zu vielen meiner Mitschüler habe ich immer noch Kontakt und ich freue mich schon sehr auf den Rückaustausch im September, wenn Sebastian zu mir nach Hannover an die Bismarckschule kommt.

Tino Hübner (Jahrgang 11)