Nikola Huppertz stellt „Fürs Leben zu lang“ vor

„Magali Weill will geküsst werden. Aber dafür ist sie zu groß. Viel zu groß. Und zu uninteressant. Viel zu uninteressant. Deshalb schreibt sie lieber ein „Tagebuch von allen anderen“, von dem schönen Joël Hummel zum Beispiel oder der quirligen Familie Siemerding, deren Husky sie ausführen darf. Oder von dem uralten Herrn Krekeler, der nicht nur bemerkenswerte Ansichten über das Leben und den Tod hat, sondern auch einen seltsamen Enkel namens Kieran. Dann passiert etwas, das Magali aus ihrer Beobachterposition herausreißt. Und gemeinsam mit Kieran muss sich Magali der Frage stellen: Wie geht das überhaupt, ein richtiges Leben?“

(Klappentext)

In diesem Jahr startete der alljährliche Literatursommer der Bismarckschule schon sehr früh im Mai. Den Auftakt machten drei Lesungen mit der Kinder- und Jugendbuchautorin Nikola Huppertz, die aus ihrem neuen, für den evangelischen Buchpreis nominierten Roman „Für das Leben zu lang“ gelesen und sich anschließend den vielen Fragen der Fünft- und Sechstklässlerinnen gestellt hat: „Wie kommt man eigentlich auf seine Ideen?“, möchte Charlotte aus der 5a wissen. „Und was machen Sie, wenn Sie eine Schreibblockade haben?“ fragt Svea. Aber auch Jennys Frage danach, wie lange man an einem solchen Roman schreibt oder wie man sich die ganze Handlung samt Figurennamen, Beziehungen, Äußerungen usw. beim Schreiben eigentlich behalten kann, interessiert das Publikum und Nikola Huppertz beantwortet sie in unterhaltsamer und kurzweiliger Weise, gespickt mit Annektdoten und Erzählungen aus ihrem eigenen Leben.

Immer wieder schön zu sehen, dass Huppertzˋ Kinder- und Jugendromane mit der ihnen ganz eigenen Tiefe und Lebensnähe Schülerinnen und Schüler auf eine Weise anspricht, die lange nachschwingt.

„Fürs Leben zu lang“ – ein toller erster Lesetipp für die nahenden Sommerferien.

Christine Eichenberg