Vor den Sommerferien präsentierten die drei Jugend forscht-Teams das Ergebnis ihrer einjährigen Arbeit. Den Anfang machte das Raketen-Team, von dem sich ein Teil wieder an einem sonnigen Samstag auf dem Kronsberg um die Neukonstruktion zu testen. Viele Verbesserungen hatte sich das Team zum ersten Modell überlegt: Trennstelle in Richtung Spitze verlagern, Auslösemechanismus etwas überarbeiten, Finnen direkt mit der Motorhalterung drucken, Motorhalterung etwas größer auslegen und Gewicht reduzieren. Um die Bedingungen zu testen, wurde erst die gekaufte Rakete in den Himmel geschossen. Die Bedingungen waren gut. Gespannt bereiteten Lutz, Felix und Charlotte die SpaceY getaufte Rakete vor. 3, 2, 1, Ignition.

Die Verbesserungen für den Fallschirm haben sehr gut funktioniert. Er wurde nach jedem Start ausgeworfen. Bei der Motorhalterung macht sich wieder bemerkbar, dass der Kunststoff beim Start warm wird und sich zusammenzieht. Wenn man den Motor allerdings noch im warmen Zustand wechselt, funktioniert auch das zuverlässig. Durch die Gewichtsersparnis wurde das Modell scheinbar zu kopflastig, sodass die Rakete Pirouetten in der Luft flog und etwas schnell den Weg zurück zum Boden suchte. Mit nur zwei Prototypen sind Lutz, Felix, Levent, Charlotte und Jan schon weit gekommen. Mal schauen, ob die Oberstufe ihnen noch Zeit lässt, der Rakete den letzten Schliff zu geben. Die beiden anderen Teams haben ihre Autos beim Finale des Wettbewerbs Jugend entdeckt Technik in Hemmingen präsentieren. Letzte Feinarbeiten mussten noch einmal vor Ort übernommen werden, da das Vorhaben zum Tiefziehen der Karosserie leider nicht erfolgreich umgesetzt werden konnte. Daher wurde das Auto aus dem letzten Jahr, an dem das Team aber schon einige Optimierungen für die neue Karosserie vorgenommen hatten, sodass die alte Karosserie nicht mehr richtig befestigt werden konnte. In einem Teammeeting trugen viele ihre Ideen vor und kam schließlich darauf die Holzspieße des Büffets für die Stabilisierung der Karosserie zu nutzen. Die technische Abnahme absolvierte das Team souverän und auch die Effizienz- und Ausscheidungsrennen liefen gut. Bjarne überholte auch dieses Jahr bei den Ausscheidungsrennen, die nur über 3 Runden gingen, teilweise die Konkurrenz, was die Klasse vom Fahrer und vom Auto verdeutlicht. Am Ende erreichte das Team von Nele, Kolja, Bjarne, Julia, Luca, Daniel und Yusuf den 8. Platz von 16. Insbesondere bei einem Fragebogen in der Erarbeitungsphase hatten sie Punkte verloren, aber im Finale noch einmal etwas Boden gut machen können. Das Team Multipla – der Name ergab sich aus der unvollkommenen Schönheit des Autos – war genauso entspannt angereist und meisterte die technische Abnahme ohne Probleme. Etwas hektischer wurde es dann, als das Auto einfach stehen blieb. Vermutlich war der Akku nicht vollständig geladen. Im laufenden Rennen eilte dann Moritz mit einem neuen Akku herbei, aktivierte den Datenlogger wieder, sodass Felix zu Ende fahren konnte. Bei den Ausscheidungsrennen hatte das Team um Moritz, Felix, Jan und Leander starke Konkurrenz und belegte am Ende den 6. Platz der Gesamtwertung. Nach dem Wettbewerb kam es dann zur allseits beliebten dritten Halbzeit: dem Demolition Derby. Nicht alle Teams gingen dabei an den Start. Zen und Multipla waren dabei und hatten viel Spaß.

Patrick Gewohn